Neue Arbeitswelt. Neue Bedürfnisse. Neue Zukunft.


Die Corona-Pandemie hat die gesamte Welt auf den Kopf gestellt. Die Krise hat durch viele Einschränkungen nicht nur eine Auswirkung auf unser Privatleben, auch auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat sie deutliche Spuren hinterlassen. Viele Menschen haben ihren Arbeitsplatz verloren und mussten sich auf die Suche nach einem neuen Job begeben. Der Jobwechsel in der Corona-Krise hat jedoch neue Prioritäten in den Fokus gesetzt. Um genauer zu identifizieren, welche Anforderungen an die neuen Arbeitgeber in den Vordergrund gerückt sind, haben wir als erfahrene Personalberater eine Studie mit 186 Probanden durchgeführt. Die aus der Online-Befragung gewonnenen Erkenntnisse sowie unsere Meinung zu der aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt wurden im Artikel „Deutschlands begehrteste Arbeitgeber“ der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Verlagsspezial (F.A.Z) am 29.10.2020 veröffentlicht.


Der Jobwechsel in der Corona-Krise: Das Interview

Das F.A.Z.-Institut und das Institut für Management- und Wirtschaftsforschung führten gemeinsam eine Studie „Die begehrtesten Arbeitgeber Deutschlands“ durch und zeichneten über 1000 Arbeitgeber aus. Der dazu veröffentlichte Artikel beinhaltete zudem auch Ergebnisse aus unserer Online-Befragung zu den wichtigsten Anreizen für Jobwechsel oder beruflichem Neueinstieg.


Dank des direkten Austausches mit einer hohen Anzahl an Kandidaten sowie unserer Expertise als Personalberater konnten wir unser Wissen sowie unsere Erfahrung in einem Interview mit der Redakteurin der F.A.Z. weitergeben. Wir möchten dies auch Ihnen, verehrte Leser, nicht vorenthalten.


Was sind die neuen Bedürfnisse von arbeitsuchenden Fachkräften in der Coronakrise?

Die Ergebnisse aus der Online-Befragung haben gezeigt, dass die Krise in den Arbeitsuchenden den Wunsch nach mehr Sicherheit und Beständigkeit geweckt hat. Auch die Innovationskraft der potenziellen Arbeitgeber spielt für die Bewertung der Unternehmensattraktivität eine große Rolle. Finanzielle Faktoren wie „zusätzliche Gehaltsbestandteile“ rücken immer mehr in den Hintergrund.



Was bedeuten die neuen Bedürfnisse der Arbeitnehmer für die Unternehmen?

Wenn die Unternehmen in der durch Corona-Krise veränderten Arbeitswelt neue Fachkräfte gewinnen bzw. ihre Mitarbeiter halten wollen, sollten sie ein gutes Krisenmanagement vorweisen. Es ist enorm wichtig, dass die Mitarbeiter sowie die Bewerber wissen, dass sie sich auf das Unternehmen als Arbeitgeber verlassen können. Das Aufzeigen der erfolgreichen Best-Practice-Beispiele, die wirksame und bestmögliche Maßnahmen und Methoden zur Krisenbewältigung beinhalten, geben sowohl den eigenen Mitarbeitern als auch den Bewerbern die nötige Sicherheit. Auch das vorbildliche Verhalten des Managements (Gehaltsverzicht, proaktive Kommunikation, intensive Einbindung der Mitarbeiter in rettende Unternehmensmaßnahmen) sowie die positiven Storys aus dem beruflichen Alltag schaffen eine langfristige Vertrauensbasis.


Nur eine vorrübergehende Anpassung der Bedürfnisse? Wie geht es nach der Krise weiter?

Eine offene Kommunikation und Unternehmenskultur sind für eine erfolgreiche Zusammenarbeit auch ohne den Krisen-Status enorm wichtig. Die Fachkräfte wollen erleben, dass sie ein Teil des Unternehmens sind und in die Innovationsprozesse eingebunden werden. So können sowohl das Unternehmen als auch deren Fachkräfte besser mit Veränderungen umgehen und sich einfacher an neue Situationen einstellen.

Nur durch gemeinsame Kraftanstrengungen und eine „hierarchiefreie“ Einbindung aller im Unternehmen beschäftigten Personen kann ein hohes Maß an Innovationskraft freigesetzt und jede Krise erfolgreich gemeistert werden.


Mitarbeitergesundheit als Unternehmenswert

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