Gewaltfreie Kommunikation am Arbeitsplatz-ein mediativer Ansatz


Gewaltfreie Kommunikation, gutes Arbeitsklima, positives Gespräch, Freundlichkeit, harmonische Atmosphäre, vermittelnde Gespräche
Ein mediatives Kommunikationsverhalten nach der gewaltfreien Kommunikation sorgt für ein gutes Arbeitsklima

An was denken Sie, wenn Sie das Wort „Gewalt“ hören? Die meisten Menschen verbinden mit dem Wort die körperliche Gewalt. Die psychische Gewalt ist jedoch mindestens genauso schlimm und kann großen Schaden verursachen. Der Ursprung sowohl für die psychische als auch für die physische Gewalt sind Konflikte.


Ein Konflikt ist nichts anderes als Kollision entgegengesetzt gerichteter Ziele, Interessen, Positionen, Meinungen oder Ansichten. Konflikte sind menschlich und gehören zu unserem Leben. Sie sind an sich weder gut noch schlecht. Die Frage ist nur, was wir damit machen.

Die Konflikte am Arbeitsplatz können auf unterschiedlichen Ebenen entstehen. Zwischen Kollegen sowie zwischen dem Mitarbeiter und der Führungskraft. Im Vertrieb kann man Konflikte auch oft auf der Mitarbeiter-Kunden-Ebene vorfinden. Zwar sind diese Konflikte von kurzer Dauer, bringen aber meist finanzielle Einbußen mit sich.


Einige Konflikte dauern Jahre und bringen für alle Beteiligten ein unangenehmes Gefühl. Im schlimmsten Fall wirken sie als Bremse für gemeinsame Projekte und neue Lösungen. Wenn man jedoch lernt mit Konflikten professionell umzugehen, können sie helfen die Mitmenschen besser zu verstehen, produktive Geschäftsbeziehungen aufzubauen und gemeinsam etwas Neues zu schaffen.


Warum ist die gewaltfreie Kommunikation bei der Arbeit wichtig?

GfK, Gefühle und Bedürfnisse zum Ausdruck bringen, ohne Vorwürfe, weniger Reibungsverluste, steigert die Produktivität, besseres Miteinander, gutes Konfliktmanagement
Die GfK nach Marshall B. Rosenberg erleichtert mit Konflikten umzugehen und diese gezielt anzusprechen

Jeder Mensch möchte in seinem Beruf erfolgreich sein, eine erfüllende Aufgabe haben, gutes Gehalt bekommen und Wertschätzung seiner Arbeit erfahren – persönliche Ziele, die man gut nachvollziehen kann.


Jedoch können all diese Wünsche auch einen negativen Beigeschmack erzeugen. Wenn nämlich die Menschen, die im gleichen beruflichen Umfeld arbeiten, ähnliche Ziele und Bedürfnisse haben, kommt es oft zu einem konkurrierenden Verhalten.


So werden die kollegiale Zusammenarbeit und die menschlichen Werte oft einfach vergessen, sobald der Kollege mit seinen Zielen und Vorstellungen im Weg steht. Es werden Spannungen aufgebaut, die im Endeffekt nicht nur dem Konkurrenten schaden, sondern auch sich selbst. Es kommt zwischen den Beschäftigten zu respektloser Kommunikation, verbaler Aggression und zu Mobbing in all seinen Facetten. Und dies ist für viele Menschen mindestens genauso schmerzhaft wie körperliche Gewalt.


Oft kommt es sogar soweit, dass selbst das Nachdenken über die Arbeit Stress und Angst verursacht – negative Gefühle, die eine enorme Auswirkung auf die Motivation und auf das erfolgreiche Ausführen der Tätigkeit haben. Viele Arbeitgeber haben bereits erkannt, wie wichtig der richtige Umgang mit Konflikten ist und schulen regelmäßig ihre Beschäftigten zum Thema „Gewaltfreie Kommunikation“. Dabei ist es nicht das Ziel, konfliktfrei zu arbeiten. Nein. Das wird nämlich nicht funktionieren. Das Ziel ist es, aus Konflikten zu lernen, auf Konfliktsituationen von einer anderen Perspektive zu schauen und andere Sichtweisen zu respektieren und zu akzeptieren.


Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg


Die gewaltfreie Kommunikation, sprich Kommunikation ohne Vorwürfe und abwertendes nonverbales Ausdrucksverhalten ist die Basis für ein menschliches und erfolgreiches Miteinander-Sein.


Marshall B. Rosenberg, ein bekannter US-amerikanischer Psychologe und Begründer des Modells der gewaltfreien Kommunikation schlägt vor, sich darauf zu konzentrieren, tiefere Bedürfnisse der Mitmenschen zu verstehen und Empathie für andere aufzubauen. In seinem Buch „Gewaltfreie Kommunikation - Eine Sprache des Lebens“ beschreibt er die gewaltfreie Kommunikation als ein Leitfaden, der uns zeigt, wie wir uns richtig ausdrücken und anderen zuhören können. Anstelle der üblichen, oft verletzenden Worte in einer Konfliktsituation, sollen wir Antworten geben, die auf einer bewussten Wahrnehmung der Gefühle und Wünsche basieren. Das Modell der gewaltfreien Kommunikation hilft uns die Fähigkeit eines „tiefen“ Zuhörens der eigenen und fremden Bedürfnisse, zu erwerben. Dabei rücken die alten Verhaltensmuster des Rückzugs, der Selbstverteidigung und des Angriffs in den Hintergrund.


In vier Schritten zur gewaltfreien Kommunikation