Die Hürden des Vorstellungsgesprächs erfolgreich meistern


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Augen zu und durch? Bitte nicht im Jobinterview. Mit guter Vorbereitung meistern Sie jedes Bewerbungsgespräch

Wenn Sie eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch in den Händen halten, dann können wir Ihnen gratulieren. Denn die erste und die schwierigste Hürde ist geschafft – Ihre Bewerbungsunterlagen konnten die Personaler überzeugen. Nun geht es darum, sich auf das Gespräch intensiv vorzubereiten, um im richtigen Moment Spitzenleistung zu geben. Auf diese Weise zeigen Sie dem potenziellen Arbeitgeber die Ernsthaftigkeit Ihrer Absichten und dass Sie der beste Kandidat für die ausgeschriebene Stelle sind.

Viele Menschen haben Angst vor Vorstellungsgesprächen – völlig unbegründet. Schließlich ist ein Vorstellungsgespräch der beste Weg, um bei einem Arbeitgeber mit Ihrer Persönlichkeit zu punkten und Ihre Kompetenzen zu demonstrieren. Eine der besten Möglichkeiten, Ihre Angst zu reduzieren, besteht darin, sich gut auf das Interview vorzubereiten. Gute Vorbereitung gibt Ihnen die Sicherheit und den notwendigen Rückenwind. In diesem Beitrag haben wir für Sie die wichtigsten Tipps für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch zusammengestellt.


Die Zeit davor – die Vorauswahl

In der Regel erhalten die Unternehmen auf eine ausgeschriebene Stelle viele Bewerbungen. Durch Sichten der Bewerbungsunterlagen machen die Personaler zunächst eine Vorauswahl mehrerer passender Kandidaten. Und so wie es in den meisten Bereichen unserer Gesellschaft ist, gehört die Zeit auch im HR-Bereich zum Luxusgut. Bereits jedes zweite Unternehmen setzt deshalb in der Vorauswahl das Telefoninterview ein. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie sich bereits vor dem Abschicken Ihrer Bewerbung auf ein mögliches Telefongespräch einstellen und die wichtigsten Punkte (Qualifikationen, Fachkenntnisse, Berufserfahrung, Gehaltsvorstellung) durchgehen. Halten Sie für das Telefonat einen Notizblock, Schreibutensilien, Ihre Bewerbungsunterlagen und die Stellenausschreibung bereit. Achten Sie außerdem auf eine ruhige Umgebung und nutzen Sie bei Möglichkeit ein Headset. Trifft Sie der Anruf des Personalers unvorbereitet, scheuen Sie sich nicht das Telefonat höflich zu verschieben.


Es ist wichtig, dass Sie sich vorab über das Unternehmen informieren. An folgenden Fragen können Sie sich orientieren:

  1. Wann wurde das Unternehmen gegründet?

  2. Welche Produkte bzw. Dienstleistungen bietet das Unternehmen an?

  3. Wo und an wen werden die Produkte bzw. Dienstleistungen verkauft?

  4. Ist das Unternehmen in einer wachsenden Branche tätig? Wie sind die Aussichten für diese Branche?

  5. An welchen großen Projekten ist das Unternehmen beteiligt?

  6. Ist das Unternehmen national oder international agierend?

Außerdem sollten Sie den Namen der Geschäftsführung und die Unternehmensform kennen. Alle wichtigen Informationen können Sie sicherlich der Firmenhomepage und anderen Medien entnehmen.


Ablauf und Themen im Vorstellungsgespräch


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Nutzen Sie die angenehme Atmosphäre zu Beginn im Vorstellungsgespräch um mit ihrer sympathischen Seite zu punkten

Zu Beginn des Gespräches erfolgt meist ein auflockerndes Smalltalk, danach kommen Fragen zu Ihrem Werdegang, Qualifikationen, zu Ihrer Persönlichkeit sowie Berufserfahrung und Zukunftsplänen. Ein Vorstellungsgespräch dauert etwa eine Stunde. Als kleine Hilfestellung haben wir für Sie eine Liste mit möglichen Fragen und Antworten erstellt:


  1. Würden Sie bitte uns Ihren beruflichen Werdegang schildern? Nutzen Sie die Chance und erzählen Sie Ihre Geschichte! Achten Sie darauf, dass Sie einen roten Faden haben: Schulbildung, Ausbildung, Berufserfahrung, Weiterbildung. Erwähnen Sie Ihre Soft Skills und Praxisbeispiele. Weist Ihr Lebenslauf Lücken auf, abgebrochenes Studium, kurze Arbeitsverhältnisse? Keine Panik! Bereiten Sie im Vorfeld die Antworten auf diese Fragen. Mit einer guten Begründung (Krankheitsfall in der Familie, Kulturreise etc.) und geschickten Formulierung stellen Besonderheiten im Lebenslauf kein Problem dar. Bleiben Sie sich und Ihrem Lebensweg treu!

  2. Warum haben Sie sich für diese Firma und diesen Job entschieden? Versuchen Sie ein starkes Argument zu finden, beispielsweise Entwicklungschancen oder gute Erfahrungen. Finden Sie eine Verbindung zwischen Ihren Fähigkeiten, Interessen und der ausgeschriebenen Stelle. Handelt es sich um ein Vertriebsunternehmen, erwähnen Sie, dass Sie sich schon immer für Vertrieb interessiert haben. Bekräftigen Sie diese Aussage mit Ihrer beruflichen Qualifikation.

  3. Haben Sie sich auch woanders beworben? In der Regel können Sie mit „Ja“ antworten. Verraten Sie auf keinen Fall, wo genau. Natürlich sollte hinzugefügt werden, dass Sie an dieser Arbeit mehr interessiert sind und sich für das Unternehmen begeistern.

  4. Würden unregelmäßige Arbeitszeiten und regelmäßige Dienstreisen Ihr privates Leben nicht beeinträchtigen? Bewerten Sie Ihre Fähigkeiten und Ihre familiäre Situation realistisch. Wenn Sie im Voraus wissen, dass Sie nicht in der Lage sind, die Anforderungen der Stelle zu erfüllen, ist es besser, sich eine andere Stelle zu suchen. Stellen die Arbeitszeiten kein Problem dar, untermauern Sie dies mit Fakten.

  5. Was führt Sie zum Jobwechsel? Sie sollten auf keinen Fall über Konflikte sprechen, auch wenn es welche gab und Sie Ihrem ehemaligen Chef oder Kollegen die Schuld geben. Besser: „Aufgrund der bevorstehenden Umstrukturierung bin ich mir nicht sicher, ob ich in Zukunft für das Unternehmen nützlich sein kann.“ ODER „Ich kann mein volles Potenzial nicht entfalten.“ ODER „Ich habe keine Möglichkeit zur beruflichen Weiterentwicklung.“ Auch ein befristeter Arbeitsvertrag und eine schlechte wirtschaftliche Lage sind legitime Gründe für den Arbeitsplatzwechsel. Wenn Sie sich intern bewerben und der Personaler weiß, dass Sie einen Konflikt haben, erklären Sie, dass es sich um einen Einzelfall handelt, der mit besonderen Umständen verbunden ist und betonen Sie alles